Dienstag, 9. Oktober 2012

Jedes Böhnchen...

... gibt ein Tönchen, jede Erbse einen Knall.
Das sagten mir meine Oma und meine Mutter gerne.
Dann gab es da noch die Frage: "Was hältst Du eigentlich eigentlich von einem Furz?" "Och, die eigenen sind in Ordnung!"

...

Man kann heutzutage eigentlich nicht früh genug anfangen, seine Kinder an die Welt der Computer heranzuführen. So saß ich denn auch heute mit meinem Sohn vor der Klapperkiste und rannte mit ihm durch eine binäre Welt voller merkwürdiger Frösche, bunter Ballons und lustiger Geräusche. Es ist erstaunlich, was ein kleiner vierjähriger Junge schon am Computer zu tun vermag!
Was hat das jetzt mit den ersten Zeilen zu tun? Eigentlich nichts.
Mein Sohn saß auf meinem Schoß, klickte sich durch virtuelle Kinderwelten und hatte einen Riesenspaß. Ich auch, bis...
Der Bildschirm wurde milchig, unzählige Fliegen umkreisten Sohnemann und mich, die Tapete begann, sich von der Wand zu lösen, meine Brille wurde blind und mein Ehering verwandelte sich von edlem Gold zu profanem Wellblech. Und das alles innerhalb weniger Bruchteile von Sekunden.
Dann erreichte eine olfaktorische Apokalypse meine vom Schnupfen gebeutelte Nase. Sie zog sich tief in den Schädel zurück und drängte sich ängstlich an den Nacken. Mein Mund zog sich zusammen, bis er nur noch groß wie ein Stecknadelkopf war. Meine Haut wurde grün, die Augen tränten heftig, schlossen sich und weigerten sich standhaft, sich wieder zu öffnen.
Und mein Sohn, Urheber dieser ultimativen Flatulenz, saß auf meinem Schoß und feixte. Na ja, die eigenen Fürze riecht man ja nicht wirklich...
Die erstickten Geräusche aus dem Wohnzimmer, eine panisch flüchtende Katze und eine zart braune Wolke alarmierten mein Frauchen, die auch sofort zur Rettung sprang. Ein tiefer, tiefer Atemzug vor der Dufthölle, den Mund fest verschlossen, die Lippen zu einer nur mikrometer-breiten feinen Linie zusammengepresst, rannte sie wie vom Satan verfolgt zur Balkontür und riss sie kompromisslos auf.
Glücklicherweise entschloss sich der dezente Geruch, seine Erkundungstour im Garten fortzusetzen. Frische Luft strömte ins Wohnzimmer, diverse Gesichtsmuskeln entspannten sich, Blicke wurden klar und die bange Frage stand im Raum: Was hat dieser kleine Kerl gegessen? Und kommt da noch mehr?
Es kam nicht mehr. Zum Glück! Und die Ursache seiner überragenden Darmtätigkeit war vermutlich die Erdnuss-Sauce, die es gestern zum Huhn gab. Alles also völlig normal. Gewissermaßen... Aber mein Entschluss steht fest: Nach dem Genuss von Hülsenfrüchten oder anderen, die Darmtätigkeit anregenden Nahrungsmitteln wird der Rest des Tages an der frischen Luft verbracht! Unabhängig von der jeweiligen Wettersituation!

Ich sehe gerade: Der Herbst ist da. Bei uns im Garten sind schon sämtliche Blätter von den Bäumen gefallen. Sogar von Nachbars Fichte... Wie seltsam...

Kommentare:

  1. Da kommt mir die Frage : warum pupsen Frauen nicht? Und warum zur Holle müssen manche Männer sich in den Raum stellen (mit 10 anderen Leuten, auch Frauen darunter) und laut und lange pupsen??

    JD

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  2. Das ist teilweise die Natur der männlichen Gattung, obwohl es nicht stimmt, dass Frauen nicht pupsen. Sie machen es nur heimlich, still und leise, damit der Verdacht nicht auf sie fällt ... oder sie geben laut und lange Kontra. Was Männer können, können wir Frauen auch, zumal wir das ertragen müssen ...

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