Dienstag, 25. September 2012

Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

So sagt es ein arabisches Sprichwort. Und Cicero sagte einst: "Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele."
Für mich fängt jetzt die schönste Lesezeit an.

Ich liebe diese Zeit am Abend, wenn es draußen dunkel und ungemütlich ist, während ich mit einem guten Whisky in meinem Lesesessel hocke. Der Schein der Leselampe taucht die Seiten meines Buches in sanftes Licht, der goldene Schein der Lampe wandert durch den Raum. Draußen trommelt der Regen mehr oder weniger sanft an die Fenster, dazu pfeift der Sturm durch die Bäume.
Aber ich sitze in der Wärme des Wohnzimmers und genieße die Stille. Dann geht es auf die Reise durch die Literatur. Mit Melville begleite ich Käpt'n Ahab auf der Jagd nach dem Weißen Wal, Jules Verne schickt mich gemeinsam mit Michail Strogoff über den Ural. Hemmingway nimmt mich  mit zum Alten Mann und dem Meer, Terry Pratchett zeigt mir die Schönheiten und Absurditäten der Scheibenwelt.
Die dunkle Jahreszeit ist wie gemacht für meine Leidenschaft zu lesen. Die Bilder, die die Bücher malen, können sich nun ungehindert in meiner Fantasie ausbreiten. Keine Musik, keine Party, kein Fernsehen, kein Rasenmäher lenken mich ab.

Und genau deswegen schalte ich den Rechner jetzt ab und widme mich meinem Buch.
Zu guter letzt noch ein Zitat von Friedrich Nietzsche, dem ich mich vorbehaltlos anschließe:
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.



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